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Kurz und knackig 18

Explosion. Waziristan

Image by Nort­hampton Mu­seums via Flickr

Akri­bisch ging er noch­mals alles durch. An einer schi­cken Kordel hing ein No­tiz­buch um seinen son­nen­ge­bräunten Hals, in das seine Liste nieder ge­schrieben war. An der Haustür zog er einen di­cken Schluss­strich unter seine Auf­zeich­nungen und schloss die Tür hinter sich ab.
Die Ex­plo­sion war ge­waltig. Die kom­plette Villa zer­stört, dem Er­boden gleich ge­macht. Neu­gie­rige Gaffer konnten nun bis in den Keller bli­cken. Von der aris­to­kra­ti­schen Be­sit­zerin fand man le­dig­lich ein­zelne Kno­chen. Nur ihr Freund, ein Dandy, mit le­derner Son­nen­bank­haut, hatte Glück ge­habt. Er be­fand sich zur Ex­plo­sion auf Golf­tour. „Haben sie etwas zu schreiben?“ fragte der ernst drein­schau­ende Kri­mi­nal­be­amte den glück­li­chen Über­le­benden. Dieser nickte stolz, er­starrte dann aber, als der Kri­mi­naler sein Büch­lein aufschlug.

Von der Ungefährlichkeit der Tomate

Ich bin ich. Das ist so­weit erstmal richtig. Fangen sie aber an und dis­ku­tieren mit einer To­mate über die Exis­tenz eines Ich in uns, kann dieser Satz ins Wanken ge­raten. In diesem Fall kann es pas­sieren, dass sie be­rech­tigte Zweifel am ei­genen Ich hegen. Oh, nicht aus­schließ­lich an ihrem ei­genen Ich, son­dern auch am Du an­derer Menschen.

Wei­ter­lesen

Rosie, du Sau!

Sie steht vor mir. Wegen ihrer Größe nicht ganz auf Kopf­höhe mit mir. Eher im Brust­be­reich. Ihr Mund. Schal­lende Ohr­feigen sollen mich treffen, aber er ist rot, und wol­lüstig ge­schürzt. Sie muss nichts sagen. Der Gold­regen, den ihre langen Wim­pern beim Au­gen­auf­schlag ver­streuen, spricht Bände. Eine kleine Locke fällt leicht amü­siert in ihr Gesicht.

Ihre Haut­farbe, eine Mi­schung aus schwarzem Kaffee und einem fahlen Pferd. Die ge­samte Äs­thetik wurde durch den Zweck ihrer Selbst ge­formt. Ein enormer Schlitz an der rich­tigen Stelle für einen schnellen Griff. Auf­nah­me­be­reit zu jeder Tages– und Nacht­zeit. Auf dem Shirt, das kurz über ihrem Bauch ein­fach auf­hört, prangt der alles ver­spre­chende und gleich­zeitig for­dernde Spruch: Give it to me Baby.

Ihre Run­dungen aber, sind über jeden Zweifel er­haben. Alles was ich habe, sollte ich ein­fach in sie hin­ein­ste­cken. Die blauen Augen könnten mir dann feucht ent­gegen strahlen. Am Ende würde ich sie aber nur zer­stören müssen.

Nein, Rosie, du bist und bleibst mein treues Sparschwein!

Die beste Sau im DOrf

Rosie Sau