Schlagwort-Archiv: skurril

Digital native

Die Welt kämpft um das Über­leben des In­ter­nets, für freie Ent­fal­tung und di­gi­tale Selbst­be­stim­mung. Es geht um das ganz große Ding. Ver­skla­vung droht am Ho­ri­zont, wird nicht den Bes­tien Leis­tungs­schutz­recht, ACTA oder SOPA die Stirn ge­boten. Und wäh­rend sich auf den Schlacht­fel­dern die Narren mit ihren Kappen auf die Köpfe schlagen, ver­suche ich ver­zwei­felt meine Kon­to­ver­bin­dung bei der Stadt­kasse zu än­dern, damit der Kin­der­gar­ten­bei­trag ord­nungs­gemäß ab­ge­bucht werden kann. Sie senden mir das For­mular per Post zu.

Aber lasst euch von mir nicht stören. Kämpft weiter, ich stoße dazu, so­bald ich damit fertig bin.

Kurz und knackig 7

This is actually Tom's Restaurant, NYC. Famous...

Image via Wikipedia

Er wusste nicht mehr, was er noch mit ihr ma­chen sollte. Dabei gab er sich immer so­viel Mühe. Ko­chen, die Wä­sche wa­schen und den Müll raus­bringen, all das über­nahm er voll­kommen frei­willig. Da war es doch nicht zu viel ver­langt, mit ihm Essen zu gehen. Er wollte einen einen letzten Ver­such wagen: „Bitte, Hasi, mach dich fein und komm mit. Es ist doch nur um die Ecke.“ Sie schnäuzte sich auf­rüh­rend: „Aber, ich mag keine Men­schen­au­f­läufe!“ „Dann be­stellst du dir heute eben etwas an­deres von der Karte.“

Kurz und knackig 4

1970er Langnese Eistruhe für den Kaufladen

Image by die­pup­pen­stu­ben­samm­lerin via Flickr

Es war kalt, dunkel und eng. Seine Hände lagen ge­fühllos auf dem Rü­cken, sein Ge­wicht auf sel­bigem. Der Lappen im Mund tat sein Üb­riges, um an seinem Un­wohl­sein zu ar­beiten. Ei­gent­lich wollte er nur einen Wein aus dem Keller holen. Einen, der sich für die Über­gabe der Per­len­kette an seine Frau anbot. Jetzt hoffte er, der De­ckel der Ge­frier­truhe würde sich bald wieder öffnen. Und der Wein wäre nicht ka­putt. Oder die Männer in seinem Keller tränken ihn selber. Das La­chen seiner Frau ir­ri­tierte ihn ein wenig in seinem ei­sigen Verließ.

Reisebericht — Ruhrgebiet II

Flag of the city of Dortmund

Image via Wikipedia

Vor ei­niger Zeit be­rich­tete ich be­reits von einer denk­wür­digen Reise in das ehe­ma­lige Land der Steiger und Kumpel. Da­mals reisten wir, um einen Hund an den Nie­der­rhein zu holen. Heute fuhr ich, to­des­mutig, al­leine in tiefstes Fein­des­land. Dort­mund. Nun gut, ich will nicht über­treiben, im­merhin bin ich selber dort auf­ge­wachsen, kenne also die kleinen und großen Ma­cken der Men­schen dort.

Wei­ter­lesen

Ruhrpott — Ein Reisebericht

flag of the city of Gelsenkirchen

Image via Wikipedia

Eine kurze An­ek­dote aus un­serem Leben. Ach, nein, ich bin es ja ge­wohnt, als ur­wüch­siger Dort­munder. Aber die FamS, die kennt der­ar­tige Dinge, von denen uns eines heute pas­sierte, nur aus meinen Er­zäh­lungen. Ich bin mir si­cher, bis heute dachte sie, ich sei ver­rückt und denke mir das alles aus. Sie wurde eines bes­seren be­lehrt! Und ich lache immer noch. Und die FamS sieht immer noch aus wie »Gleich krisse voll die Ta­sche am Schmecken!«

Wei­ter­lesen