Betrug

Ich kann das nur so nennen. Betrug. Der Kunde wird bewusst getäuscht und die Neutralität der Daten im Internet abgeschafft. Mit der in den Neuverträgen der Telekom verankerten Volumendrossel, wird genau dies getan. Der Kunde schließt einen z.B. Vertrag mit einer 16 MBit/s Zuleitung ab, kann damit aber lediglich 75 Gigabyte an Datenvolumen im Monat übertragen. Weiterlesen →

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Ende offen

Trotzdem er bereits in die dritte Klasse ging, war es für Paul selbstverständlich, dass er am Abend eine Geschichte von seinem Vater erzählt bekam. Paul wusste, dass das nicht bei all seinen Freunden so war. Einge meinten, sie seien bereits aus dem Geschichtenalter herausgewachsen, andere hatten dieses Vergnügen noch nie gehabt. Weiterlesen →

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Wächter

Konfrontationskurs in der Gesellschaft. Ich fühle mich ein wenig hilflos, sehe ich die Forderungen der Politik, hinsichtlich unserer Sicherheit. Es sind doch nur vorgeschobene Scheinargumente, die den Bürger zu einem gläsernen Produkt degradieren. Und für diese Sicherheit sollen wir mit unserer Freiheit bezahlen. Die Konfrontation darin besteht für mich nicht ausschließlich im Umgang mit meiner eigenen, persönlichen Freiheit. Unsere Kinder werden in einer Welt groß, die den Ausdruck der persönlichen Freiheit auf die Buchstaben reduziert. Weiterlesen →

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Verklären

Sie hantieren mit verhärteten Argumenten an historischen Fronten und nehmen die absolute Wahrheit für sich in Anspruch. Dabei verlieren sie ihre eigentliche Intention aus den Augen und sehen nicht, dass sie nicht aufklären, sondern verklären und einschüchtern, in ihrer dreist aggressiven Art. Dunkel schwant mir, dass es im Mittelalter ähnlich gegangen sein muss. Oder noch vor kurzem, als die Welt missioniert werden sollte. Wörter werden in den Mund gelegt, die eigene Meinung aus weniger als drei Äusserungen extrahiert, die dann für alles steht, was der Mensch jemals war, ist und sein wird. Es ist die Prozedur, sich ein Weltbild zu erschaffen, welches jeglicher Diskussion standhält, sich windet, dreht und immer das einzig wahre ist. Das ist nichts. Gar nichts. Das ist Stillstand. Das ist Gehirnwäsche. Das ist Scheiße. Gequirlte Scheiße sogar.

Eine Diskussion führt Argumente ins Feld, bringt Fakten und vor allem ist in ihr auch Verständnis für andere Erfahrungen enthalten. Ja, sie will überzeugen. Aber nicht um jeden Preis. Sie will nicht Menschen zerstören, sondern den gemeinsamen Nenner finden, vielleicht auch den kleinsten gemeinsamen. Und wenn es keine Übereinkunft gibt, können die Diskutanten trotzdem erhobenen Hauptes ihres Weges gehen. Niemand wurde verletzt. Kein Körper, kein Stolz. Solange ihr menschlich bleibt und nicht die Fangzähne eines Raubtiers mitbringt.

Aber ach, die Scheuklappen sitzen zu fest, die Position ist zementiert und Schwächen gibt es nicht. Wir haben einen weiten, weiten Weg vor uns. Kommt ihr mit?

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Hinterhof

Rostige Kettenglieder schaben herum
quietschende Räder schreien gegen die Wand
in der Tonne eine tote Katze
am Fenster denkt der alte Mann: “Sei’s drum”
Das rotzige Kind zieht eine Fratze
und den Inhalt seiner Nase hoch
Jugend kratzt an juckenden Schwären
Flaschen klimpern in alten Taschen
was reudige Sünder so gebären
auf dem Hof glänzt feucht der Stein
ungewiss, ob vom Regen oder Heulen
denn im Hinterhof wird nicht gefragt
es heißt zumeist: “Lass das sein!”

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Riss IV

Nelly, die ihren Namen Leonie niemals aus seinem Mund hören wollte, saß in die Karte vertieft auf dem Beifahrersitz. Hin wieder schaute sie von ihrem Tablet auf und gab ihm die neue Richtung an. Nachdem das Navi des Autos sie wahllos in die Irre geleitet hatte, waren sie froh um die Erfindungen des neuen Jahrtausends gewesen. Er schielte zu ihr rüber, betrachtete ihr Profil in der Abendsonne, die vom Meer her zu ihnen hineinschien. Wie schön sie war. “Ich liebe dich.” sagte er mehr als einmal während dieser Fahrt zu ihr. Sie lachte dann ihr helles, fröhliches Lachen in den Wagen. “Jens, du bist unverbesserlich. Du sollst auf die Straße achten, nicht auf meine wachsenden Falten!” Weiterlesen →

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1978 – Indianerehre

Es war die Zeit der Blutsbrüder, Ehre und Freundschaft. Vermittelt durch Winnetou und Old Shatterhand an den Sonntagnachmittagen. In unserem Alter gierten wir geradezu nach diesen Idolen der Freiheit. Das weite Land, die Sonne, Pferde und Männer, die sich im Namen der Gerechtigkeit ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben in den Kampf stürzten. All dies trugen wir in uns und ließen es auf den Wiesen und Feldern hinaus. Wir waren die Helden. Und wir hielten zusammen, wie die zwei Männer, die ihr Blut zur ewigen Freundschaft vereinten. Weiterlesen →

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Riss III

Sie fanden ihn in dem Wagen. Er lag noch immer über den Vordersitzen und dachte angestrengt nach. Doch so sehr er sich auch das Hirn zermarterte, er kam zu keiner Erklärung. Abwechselnd glitt sein Blick von dem Finger, der vorhin die Kugel einer Pistole aus dem Weg geschnippt hatte, hin zu der geborstenen Scheibe, in der die Zeit für Sekunden festgesessen hatte. Der Finger war unverletzt. Das Glas hatte sich über ihn verteilt. Hier und da eine Schnittwunde, mehr nicht. Weiterlesen →

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Riss II

Die Zeit kroch langsam der berstenden Windschutzscheibe hinterher, knirschte hier und da. Er beobachtete das Wesen der Nacht, wie es sich an ihm labte, weidete und den Verstand restlos verschlang, bevor es den Anderen gebar. Er fiel aus ihm heraus, wuchtete seinen noch eben gekrümmten Körper auf den Asphalt, streckte sich und sprang auf den Angreifer zu. Weiterlesen →

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Frost

Jetzt ist der Frost nicht mehr dem Winter vorbehalten. Als gemeinhin kühl empfunden, geht dieser Frühling eine Stufe weiter und subventioniert einen kalten Krieg. Als Jugendlicher der 80er Jahre muss ich nichts mehr zu einem Atomkrieg sagen. Was passiert, sollten wirklich die Sprengköpfe einschlagen, ist mehr als bekannt. Und wir können es nicht verhindern, wenn in einem kleinen, bitteren Land der Knopf gedrückt wird. Weiterlesen →

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Utopia 2156

Ich möchte ihnen diese Geschichte erzählen, nein, ich muss sie ihnen erzählen. Diese Episode der Menschheit darf nicht verlorengehen. Das Jahr 2156 hatte für mich viele Überraschungen bereit. Aber auf diese eine war ich nicht gefasst. Niemand wäre auf diese Erlebnisse vorbereitet gewesen. Die Zeit wird knapp, fangen wir an!

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