Kategorie-Archiv: Zeitenhund

Der Zeitenhund — Teil 18 — Verschnupft nochmal

Eine lange Zeit ist ver­gangen, seit wir uns hier zu­letzt trafen. Wir, das sind die FamS (Frau an meiner Seite), Fi­onnagán & Achro­matos (die Zei­ten­hunde), Kris (Kri­sen­meis­terin und Flo­ka­ti­be­sit­zerin), Debbie (die Gar­ten­elfe), der Meter (un­sere Tochter), der Alte vom Berg (schreibt un­sere Ge­gen­wart, damit wir nicht in der Ver­gan­gen­heit hängen bleiben) und ich (irrer, durch die Zeit rei­sender Tol­patsch). Zu­ge­geben, wir sind ir­gendwie immer mehr ge­worden. Ich meine Per­sonen, nicht Kilos! Mensch.  Wei­ter­lesen

Der Zeitenhund — Teil 17 — Urviech

The Wolves Pursuing Sol and Mani (the title gi...

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Auch wenn unser letztes Aben­teuer mit Ge­lächter un­se­rer­seits en­dete, ich war ge­schafft. Auf dem Göt­ter­berg hätte man mir fast den Garaus ge­macht. Ruhe suchte und fand ich bei den neu an­ge­schafften Hüh­nern. Den schi­cken Strohhut durch die warme Abend­sonne tra­gend, pfiff ich fröh­lich den Göt­ter­funken, wäh­rend die Put­puts mich wegen der le­ckeren Körner be­la­gerten. Hühner haben einem viel zu er­zählen, wenn man genau hin­hört. Zu jedem Korn können sie dir eine Ge­schichte er­zählen. Wir sind ja nicht an­ders, nach jedem Korn eine noch bes­sere Ge­schichte. Doch sollte es mit der Ruhe bald vorbei sein. Debbie kam, äh, er­schien neben mir. In ihren Augen zün­gelten Flammen, so er­schien es mir in der Abend­sonne. »Was ist mit deinen Augen?« Sie lä­chelte un­ent­wegt weiter, bevor sie ant­wor­tete »Ich sah deine nächste Aufgabe.«

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Der Zeitenhund — Teil 16 — Die Flokadysse

Herakles fighting Geryon (dying Eurytion on th...

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Der Zaun war re­pa­riert, mein Rü­cken ka­putt, die Fa­milie glück­lich. Einzig die beiden Hunde lauschten ge­lang­weilt den Hel­den­ge­sängen, die mir ob meiner he­roi­schen Zaun­ret­tung von dem Fa­mi­li­en­zirkel kre­denzt wurde. »Ui! Das hat er toll ge­macht!« und »Beim Flo­kati, er hat sich dabei nicht um­ge­bracht!« wech­selten sich mit al­lerlei wei­teren ähn­lich hoch­tra­benden Lob­prei­sungen. Und weil ich das alles nicht mehr hören wollte, setzte ich mich mit der FamS ca. 1175 Jahre nach hinten in die Zeit. Und vor allem in die Nesseln!

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Der Zeitenhund — Teil 15 — Mordssport

Jesse Owens

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Ich rä­kelte mich ei­ni­ger­maßen faul auf der wei­chen Gar­ten­liege in der Sonne. Um mich herum er­wuchs der schönste Garten aller Zeiten. Dank dem Meter, wel­cher mit seinem grünen Daumen al­ler­hand Ve­ge­ta­tion ge­schaffen hatte. Ein großer Teil meiner Zeit wurde dem Liegen ge­op­fert. Ich hatte bisher keine Pro­bleme damit, zumal ich ja be­kann­ter­maßen schneller in stres­sige Si­tua­tionen komme, als der Nor­mal­sterb­liche. Aber selbst die beiden Hunde lagen träge im Schatten einer sel­tenen Bus­chart und he­chelten die Wärme aus ihren Kör­pern. Ein leichtes Ju­cken meiner Nase kün­digte die An­nä­he­rung der Flo­ka­ti­herr­scherin an. Kris, meine per­sön­liche Kri­sen­ma­na­gerin und Flokati-Wesen, stand neben meiner Liege und blickte amü­siert auf meinen Bauch. »Na, wie wäre es mit ein wenig Sport?«

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Der Zeitenhund — Teil 14 — Reifeprüfung

Wäh­rend ich dem Tin­ten­fass eine neue Fül­lung ver­ab­reichte, suchte die FamS laut pol­ternd ihren Zupfer für die Au­gen­brauen. Ich hatte diesen nach meinem letzten Aben­teuer ver­legt. Der Ein­fluss der ägyp­ti­schen Kö­nigin hatte in mir ei­nige Ver­wir­rung ge­stiftet. Später dann auch bei den Frauen. Als ich mit dem Ko­chen an­fangen wollte, streikte die ge­samte Weibs­do­mäne im Haus­halt. Ich fügte mich der Ge­walt und verzog mich bei akut wei­bi­schen An­fällen in das Ar­beits­zimmer. Un­ter­bro­chen wurde ich durch das Ra­scheln im Regal. Der Alte vom Berg kratzte sich wohl den Rü­cken an den Seiten.

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