Kategorie-Archiv: Umverteilung

Ich habe einen Kleinen

Ge­ra­dezu winzig ist er. An­dere Männer schauen ihn sich auch immer mit einem hä­mi­schen Grinsen in ihren mar­kanten, mit Joop! oder BOSS ge­tränkten Ge­sich­tern, die an roten Hälsen aus La­coste Hemden starren, an. »Der ist aber nied­lich.« »Kannst du ja immer am Mann tragen.« Das sind so die Kom­men­tare, die ich dann zu hören kriege. Mir ist das egal. Ja, das ist es mir wirk­lich. Auf die Größe kommt es doch wahr­lich nicht an. Oder? Wei­ter­lesen

Die Sonne scheint

Jetzt ist im Reich der Mitte wieder alles gut. Man hat sich über die Ein­füh­rung von bil­ligen So­lar­an­lagen aus China mit der EU ge­ei­nigt. Also, der ehe­mals bil­ligen So­lar­an­lagen. Denn nach der Ei­ni­gung sind sie nicht mehr so, sagen wir, kos­ten­günstig. Ich muss al­ler­dings da­zu­sagen, dass ich nicht kauf­män­nisch be­gabt bin. Mir liegen diese hoch­kom­plexen, fi­nanz­ma­the­ma­ti­schen Trans­ak­tionen nicht im Blut. Mir er­öffnet sich da näm­lich eine kleine Frage. Bisher war es ja so, dass die Chi­ne­si­schen Firmen bei Ein­fuhr von bil­li­geren So­lar­an­lagen einen ekla­tanten Straf­zoll zahlen mussten. Dieser be­trug wohl bis zu 50% des Preises der An­lage. Jetzt hat man sich auf einen Fest­preis ge­ei­nigt. Das heißt, aus China im­por­tierte An­lagen dürfen einen be­stimmten Ver­kaufs­preis in Eu­ropa nicht mehr un­ter­schreiten. Also, der Kunde in Eu­ropa zahlt nun einen Min­dest­preis und nicht die Firma in China einen Straf­zoll, weil dort die So­lar­an­la­gen­her­stel­lung sub­ven­tio­niert wird.

Haut mich, aber ich ver­stehe das nicht. Scheint die Sonne jetzt für uns, oder für China?

Vom Mitarbeiter zum Mietarbeiter

Sklavenmarkt_in_Richmond_Virginia_USA-Holzschn...

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Die ver­schie­denen On­line­me­dien be­richten ak­tuell von einem Vor­haben, das nicht nur beim ersten Hin­sehen Fragen auf­wirft. Die Rede ist von IBM, dem ge­planten Stel­len­abbau von 8000 Mit­ar­bei­tern und einem an­geb­lich re­vo­lu­tio­nären Ar­beits­mo­dell. Sind die Mut­ma­ßungen richtig, so ist IBM auf dem Weg, eine ei­gene Job­börse ein­zu­richten. Ist das zu­kunfts­ori­en­tiert und so­zial verträglich?

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Eisblockgesellschaft

Bundesarchiv Bild 102-13212, Obdachloser Mann

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Dem Winter wurde es pein­lich. Nun hat er doch noch schnell die Tem­pe­ra­turen kor­ri­giert. Es frostet. Keine Nacht mehr, die nicht an einer zwei­stel­ligen Mi­nus­tem­pe­ratur kratzt. Ei­nige freuen sich, weil sie ihrem Win­ter­sport frönen können, an­dere wie­derum sehen sich mit dem Käl­tetod kon­fron­tiert. Hier ist Hilfe drin­gend nötig. Doch viel­fach fehlt es den Men­schen an In­for­ma­tionen, um Hilfe zu leisten. Man­chen ist es auch ein­fach egal und sie gehen weiter, vorbei an den bib­bernden Gestalten.

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Ballast

Innenansicht Lidl

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Im Laufe un­seres Le­bens sam­melt sich viel Zeugs an. Da liegt ir­gendwo die alte Ro­man­samm­lung in der Ecke, im Regal die Po­kale aus jungen Jahren und die Ga­rage ist voll mit altem Tand. Das ist die Seite mit den Sa­chen, die einen be­lasten können, ohne dass man es be­merkt. Sie nehmen Le­bens­raum weg, stauben zu und ma­chen den Alltag kom­pli­ziert.  In Ord­nern stehen Ver­trags­werke, die wir mit Banken und Ver­si­che­rungen ab­ge­schlossen haben. Diese an­dere Seite ist die mit den wirk­li­chen Problemen.

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