Riss IV
Nelly, die ihren Namen Leonie niemals aus seinem Mund hören wollte, saß in die Karte vertieft auf dem Beifahrersitz. Hin wieder schaute sie von ihrem Tablet auf und gab ihm die neue Richtung an. Nachdem das Navi des Autos sie … Weiterlesen →
Nelly, die ihren Namen Leonie niemals aus seinem Mund hören wollte, saß in die Karte vertieft auf dem Beifahrersitz. Hin wieder schaute sie von ihrem Tablet auf und gab ihm die neue Richtung an. Nachdem das Navi des Autos sie … Weiterlesen →
Sie fanden ihn in dem Wagen. Er lag noch immer über den Vordersitzen und dachte angestrengt nach. Doch so sehr er sich auch das Hirn zermarterte, er kam zu keiner Erklärung. Abwechselnd glitt sein Blick von dem Finger, der vorhin … Weiterlesen →
Die Zeit kroch langsam der berstenden Windschutzscheibe hinterher, knirschte hier und da. Er beobachtete das Wesen der Nacht, wie es sich an ihm labte, weidete und den Verstand restlos verschlang, bevor es den Anderen gebar. Er fiel aus ihm heraus, … Weiterlesen →
Der kalte Regen prasselte auf das Dach seines Kleinwagens, mit dem er jeden Tag aus dieser Einfahrt in den Verkehr zur Stadt einfädelte. Eine tägliche Geduldsprobe.
Seit einigen Monaten fahre ich regelmäßig eine längere Strecke mit dem ICE. Klar, für kürzere Wege gibt es ja andere Verbindungen. Ich sitze also pro Woche mindestens zwei Mal in einem dieser Abteile, schaue aus dem Fenster und habe Kopfhörer … Weiterlesen →
Im Nachhinein ist man ja bekanntlich immer schlauer. So fragte sich die Gerichtsbarkeit, was vielleicht verhindert hätte werden können. Einen Todesfall allerdings, den musste man wirklich dem Tod zuschreiben. Er holte sich die Seele und niemand wäre in der Lage … Weiterlesen →
Die Flocken fielen immer dichter aus dem dunklen Himmel herab. Er fragte sich, wann alles so gekommen war. Es gab eine Zeit in seinem Leben, da hätte er mit seiner Tochter an einem Tisch gesessen, warmen Tee genossen und mit … Weiterlesen →
Kalter Schnee bedeckte die Vorgärten, der Wind schnitt durch Mark und Bein. Nur die Laternen trotzten mit euphorischem Licht der Dunkelheit, die an den Rändern der Schatten mäanderte und sich von einzelnen, verlorenen Strahlen gierig nährte. Er suchte diese Grenze … Weiterlesen →
Seitdem ich schreibe, kommen die Menschen zu mir und erzählen mir ihre Geschichten. So auch dieser Mann, von dem die folgenden Zeilen stammen. Wir gehen einige Jahre in der Zeit zurück. Wir befinden uns am Ende des kalten Krieges, kurz … Weiterlesen →
All diese Menschen. Einer Ameisenkolonie gleich, liefen sie durch die bewachten Gänge, über die Stufen der kaugummifleckigen Treppen oder standen zappelig wartend vor den geschlossenen Türen der nach Urin stinkenden Fahrstühle. Große Kinderaugen staunten oder ließen salzige Tränen an rot … Weiterlesen →