Todsünde: Faulheit, Trägheit des Herzens/des Geistes – Schlafender Mensch und Fledermaus (Photo credit: Wikipedia)
Ich gebe es oft und gerne zu. Ich bin faul. Stinkfaul. Aber nur in bestimmten Disziplinen. Kaffee kochen fällt nicht in diese Kategorie. Dort ist eher ein kontinuierliches Bemühen um eine ausgewogene Dosis. Faulheit ist dabei nicht angeraten. Routine und Kontinuität ja, aber man darf dabei nicht in Faulheit verfallen. Böse Zungen behaupten, ich würde aus Faulheit arbeiten. Ich kann Arbeitsfolgen so optimieren, dass sie mir keine Mühe mehr machen. Oder ich ignoriere sie, bis sich ein andere Mensch erbarmt. Dabei muss gesagt sein, dass ich nur Aufgaben ignoriere, die nicht unmittelbar mit mir zu tun haben.
Bevor ich starte, ist mein erster Gedanke, wie ich die Aufgabe möglichst so angehe, damit sie schmerzlos zu verarbeiten ist. Ja, hin und wieder stecke ich mehr Zeit in die Gedanken zur Vorbereitung, als für die eigentliche Durchführung notwendig wären. Aber das Thema dieses Artikels ist eben “Natürlich faul”. Dieses kleine Faultier, das sich mit seinen scharfen Krallen an meinen Elan krallt und ihn zum Nachdenken bringt. Ich finde es gar nicht schlecht. Zumal es mit jedem Jahr gerissener wird und mir mehr und mehr Dinge einfach erspart. Sollen doch die Jungen sich vordrängeln. Manchmal muss ich lächeln, wenn ich sehe, wie fürchterlich bemüht und angestrengt sie sind. Dann lehne ich mich zurück und genieße meine Faulheit in vollen Zügen. So lange sie eben dauert.
