In der Grundschule lernten wir ihn als „Uli, der Fehlerteufel“ kennen, um später einfach nur „Ist egal!“ genannt zu werden. Seliger Müßiggang der Jugend.
Zusammengekauert lauert er auf einen schwachen Moment in der Hand des Dichters, verschanzt hinter Grammatik und Orthographie. Ohne Ankündigung springt er in die Zeilen, entert ganze Wörter oder Sätze. Sein redigierender Säbel schneidet in den Versfuß, mit seiner Schaluppe, die da Tippfehler oder auch Wortwiederholung heißt, reitet er über die Hebungen und Senkungen der Takte. Das Metrum stört ihn hierbei überhaupt nicht. Mit schwarzer Hand greift er Trochäen, Daktylen oder Jamben beim Schopfe, schüttelt sie durch, bis alles im Absatz zur Seite krankt, stampft oder rollt. Er wirft den Rhythmus nach getaner Arbeit den Haien zum Fraße vor.
Dies ist der Moment, in dem der gewachsene Dichter seine gute Erziehung vergisst und den Wortpiraten beim Namen nennt: „Verdammter Mist!“
Dieser Text wurde bereits in der Wortschau veröffentlicht.


Uli, den FehlerInnenteufel, den hatte ich schon ganz vergessen…
Hey! Du kennst ihn auch? Cool!
Salve, User!
Besser Fehler innen als Fehler außen, den manN vor sich herführen darf